Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Profil

Am Anfang der Wissenschaft steht die Faszination. Unser zentrales Thema ist die Globalisierung, und die ist faszinierend. Es gibt wohl wenig Themen, die in der Öffentlichkeit so intensiv und kontrovers diskutiert werden wie die Globalisierung in all ihren ökonomischen Erscheinungsformen. Mehr internationaler Handel mit Gütern und Dienstleistungen, mehr weltweiter Kapitalverkehr und mehr Standortwettbewerb um Arbeitsplätze und Arbeitskräfte - das sind zentrale Herausforderungen für die Wirtschaft, für die Politik und besonders auch für die Wissenschaft.

Es geht dabei zunächst um die Ursachen dieser Trends: sinkende Transportkosten, lange Zeit niedrige Energiepreise, eine geradezu explosionsartige Verbesserung der weiträumigen Kommunikation durch Digitalisierung und Internet und schließlich die Liberalisierung von Märkten, wie sie seit den 1980er Jahren zu beobachten ist. Werden diese Entwicklungen so weitergehen? Oder werden sie sich verstärken, abschwächen oder zum Teil gar umkehren, etwa durch eine zunehmende Knappheit von Energie und Ressourcen oder eine Rückkehr zum Protektionismus?

Es geht aber auch und vor allem um die Folgen der Globalisierung. Führt die zunehmende Handelsverflechtung zu mehr oder zu weniger Wohlstand? Hilft sie mehr den armen oder den reichen Ländern der Welt? Sorgt sie für mehr oder für weniger Ungleichheit der Einkommen und Arbeitslosigkeit innerhalb der Industrieländer? Bringt das Zusammenwachsen der Kapitalmärkte niedrigere Zinsen? Führt es zu mehr und zu stärkeren weltweiten Finanzkrisen? Kommt es zu erratischen Schwankungen der Wechselkurse?

Schließlich geht es um die Reaktion der Wirtschaftspolitik. Soll die Globalisierung passiv hingenommen oder aktiv gestaltet werden? Soll man sie gar in Einzelbereichen offensiv befördern oder defensiv bekämpfen? Braucht es eine nationale Regulierung der Marktkräfte? Wo liegen die neuen Aufgaben der großen internationalen Organisationen - vom Internationalen Währungsfonds über die Weltbank bis zur Welthandelsorganisation? Welche Rolle spielen Bildungs- und Gesellschaftspolitik bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen?

Dies sind einige Beispiele für Fragen, wie sie am Lehrstuhl für Internationale Wirtschaft gestellt werden. In der Lehre und in der Forschung wollen wir Fragen wie diese auch beantworten - mit Hilfe theoretischer Modelle, empirischer Analyse und historischer Interpretation, je nachdem, was der Sache im Einzelfall angemessen ist.

Letzte Änderung: 07.10.2015 - Ansprechpartner:
 
 
 
 
Lehrstuhlkoordination
Kristina Kühn

Raum: G22C-107
Tel: 0391-67-58805
Fax: 0391-67-41177
E-Mail: k.kuehn@ovgu.de